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DAFFY

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Anfang 1992 - Ausbildung fertig, erste Wohnung und Auto vorhanden....: Das erste eigene Pferd muß her.

Wie ich sie kennenlernte, weiß ich nicht mehr. Daffy (nannte ich so) stand bei einer Händlerin in Krefeld, ich ritt sie Probe, die Händlerin drängte mit weiteren Interessenten, die noch kommen würden (toller Trick, hat aber geklappt ;-) ) - und schwupps hatte ich mein erstes eigenes Pferd und ich war stolz wie Oskar. :-) Alles natürlich ohne Ankaufsuntersuchung, is klar. Damals waren die noch nicht in Mode.

Daffy war eine 4-jährige Haflingerstute (Dunkelfuchs mit Silbermähne), mit Papieren.

Den Stall hatte ich schon vorher organisiert und zwar bei einem Bauern in Oberhausen-Holten. Für mich kam von Anfang an nur Selbstversorgung in Frage. D. h. der Bauer fütterte morgens das bereitgestellte Futter und wir (Mini-Stallgemeinschaft von 4 Leuten) stellten die Pferde dann morgens raus auf die Wiese und holten abends die Bande wieder rein. Alles andere wie misten oder Futter besorgen wurde auch von uns selbst organisiert.

Da Daffy schon eingeritten war, konnte ich auch gleich loslegen - wie praktisch. Ich unternahm mit einer damaligen Freundin die ersten Geländeritte.

Keinen Monat später fing das Pferd plötzlich an zu Husten. Da der nicht besser sondern eher immer schlimmer zu werden schien, holte ich einen Tierarzt und ließ ihn mal reinhorchen. Er erzählte was von chronischer Bronchitis aber wenn ich es genau wissen wollte, müßte er reingucken.

Ich war natürlich geschockt erstmal, ließ aber durch ihn mit Hilfe von einem weiteren Arzt eine Bronchoskopie machen. Ich durfte auch selber mal ins Pony gucken und mir ein Bild machen. Das war spannend. Er erklärte mir dabei, was da in der Lunge nicht ok ist und das diese vielen Bläschen da überall gar nicht sein dürften.... Ergebnis: Pferd hatte definitiv Veränderungen in der Lunge. Ich war am Boden zerstört. Was nun?

Die meisten von Euch wären sicherlich jetzt (nach ca. 5 Wochen) schon in dem Stadium gewesen, wo sie ein einmal gekauftes Pferd nie wieder hergeben würden.... aber ich gehör wohl nicht zu diesen Menschen. :-)

Ich war zwar supertraurig, aber ich konnte damals schon halbwegs normal denken. Ich beschloß, das Pferd der Händlerin zurück zu geben, da ich den Eindruck hatte, daß ich geleimt worden war. Das der Husten z. B. mit einer (Kortison-) Spritze weggezaubert war oder ähnliches. Und ich sah nicht ein, mir ein junges, 4-jähriges (!) Pferd zu kaufen, welches sofort schon auf Späne gestellt und nasses Heu haben müßte.... für so ein Pferd wollte ich nicht soviel Geld bezahlen! Ich hatte mir ein gesundes Pferd gewünscht.

Ganz schweren Herzens ließ ich meinen Mann das Pferd wieder zurück bringen und den Kaufpreis abholen, ich selber war nicht mehr in der Lage, dem Tier in die Augen zu schauen. Eine Welt brach in mir zusammen.... aber ich mußte da durch.

Nachdem sie weg war, begab ich mich sofort wieder auf Pferdesuche und ich traf dann den Traberwallach Männi.

Was aus Daffy wurde?

Nachdem ich sie zurück gegeben hatte, traf ich ca. 1 Jahr später die Händlerin wieder, die mir in großen Tönen erzählte, wie gesund Daffy doch sei (meine Tierärzte hätten ja keine Ahnung und so) und Daffy würde irgendwie als Zuchtstute eingetragen worden sein und blablabla.... ich denke, die Hälfte war eh gelogen. ;-) (Ich bin nicht groß drauf eingegangen, zu dem Zeitpunkt hatte ich schon meine “jetzige” Duffy...)

Falls Du Daffy kennen solltest, meld Dich doch mal und sag mir, was aus ihr geworden ist. :-)

 

 

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