O-Fahrt 09/05

04.09.2005 - Kutschen-Orientierungsfahrt

des Reit- und Fahrvereins Rees-Haldern

 

Am 04.09.2005 veranstaltete der Reiterverein in Rees-Haldern eine Kutschenrallye, an der ich zusammen mit meinem Mann sowie Katja und Ihrem Mann Markus teilnahmen.

Als Hauptakteur dieser Veranstaltung wurde meine Traberin Casa eingespannt, die die Veranstaltung wohl mit einem Wettrennen verwechselt hat. Nun denn, sollte ja jeder auf seine Kosten kommen... ;-)

Aus unserer Sicht war die ganze Rallye supergut organisiert und wir würden uns sehr freuen, im nächsten Jahr wieder dort teilzunehmen.

Wir freuen uns natürlich auch ganz doll über Tips von Rallyes ANDERER Veranstalter.

 

Den Bericht von der Kutschenrallye hat Kerstin Wittig geschrieben. Vielen Dank dafür. Weitere Fotos findet Ihr auf www.freizeitreiter-niederrhein.de

 

Also, gleich vorab gesagt: Es war herrlich!!!!!! Das Wetter war auch klasse, wie bestellt, Sonnenschein pur.

Nachdem ja nun Simone ihre Traberin vor die Kutsche genommen und ihre Kutschleidenschaft entdeckt hat (der ich ja schon etwas länger fröne ), war es nun kein Wunder, dass die Ankündigung der Kutschen-Rallye zu Begeisterungsstürmen und zur Anmeldung an derselben führte. (So, jetzt ist der Satz aber zu Ende.)

Das einzige Problem bei solchen Unternehmungen: Wie bekomme ich 1 Pferd und 1 Kutsche zum Ort des Geschehens? Da rechnen wir doch mal mathematisch und nehmen 2 Pferde und 2 Kutschen und kommen dann auf die benötigte Hängermenge von 3.

Dummerweise waren Simone und ich etwas mit der Startzeit auseinander, so dass wir erst von 4 Hängern ausgegangen sind. Axel und Sandra erklärten sich bereit, mein Pony zu fahren (nochmals herzlichen Dank an Euch beide!), ich wollte dann mit meinem Hänger die Kutsche transportieren. Als wir Rhamant dann auf dem Hänger verpackt hatten, fuhr doch glatt Simone mit ihrer Begleitmannschaft vorbei, telefonierte an und - schwupp – war Rhamant aus dem einen Hänger raus und in dem nächsten Hänger wieder drin. Das fing ja schon mal ganz lustig an.

Auf dem Weg nach Haldern blieben wir auch in telefonischem Kontakt, um den Weg richtig zu finden . (Karte lesen – Orientierungsfahrt – gut, dass es Handys gibt.)

Pünktlich und rechtzeitig kamen wir dann auf dem Gelände an, inspizierten die Umgebung und machten erst mal die Paddocks für die Hotties fertig. Dann luden wir in Ruhe die Kutschen aus und holten unsere Anmeldungen und Startnummern. Unsere war die 13…, d. h.: Pferd Rhamant, Fahrer Kerstin Wittig, Beifahrer Susanne Kramer und Jana Wittig, Kutsche Freizeit-Swinger

Relativ pünktlich starteten wir und machten uns auf die Piste. Bei Simone und ihrer Truppe gab es wohl doch einige Startschwierigkeiten am ersten Baum…

Fröhlich gurkten wir vor uns hin, frohgemut mit leichten Trabpassagen, dann der Weg in den Wald: Hier kam uns doch glatt eine Kutsche entgegen! Die wollten da nicht weiter durch. Aber wir trauten der Karte und folgten dem Waldweg mutig weiter. Zusätzlich zur Wegfindung sollten wir auch noch Buchstaben an den Bäumen finden…. Gut, dass wir zu dritt auf der Kutsche saßen: Sanni las die Karte und schickte mich in die entsprechenden Richtungen und Wege, meine Tochter Jana schaute fleißig nach den Buchstaben und ich kümmerte mich um die Kutsch-/Pferd-Angelegenheiten. Das klappte auch super! Allerdings hatten wir leider kein Baum-Bestimmungsbuch dabei , unsere Pflanzenkenntnisse waren doch sehr mau (aber jetzt weiß ich es: die Eberesche sieht fast so aus wie die Robinie, nur: sie hat gezackte Blätter!), aber für die nächste Rallye wird sich das ändern: dann hat meine Tochter Biologie in der Schule (hoffe ich…).

Beim ersten Streckenposten kamen 2 Aufgaben. Bei der ersten versagten wir kläglich: 0 Punkte. Aber wer kennt schon die verschiedenen Stadtwappen – na gut, einige kannten sie wohl, aber wir, na ja, man kann nicht alles wissen. Das Zusammensetzen des Kutschgeschirr-Kopfstückes klappte ganz gut. Hier erwies es sich nur als hinderlich, dass ich bei meinem keine Blendklappen, keinen Spieler und keine Doppelringtrense habe und entsprechend an diesen Stellen nicht ganz so richtig zusammengebaut habe. Immerhin erzielten wir hier die ersten Punkte!

Und weiter ging es durch sehr schöne Wege und Strecken. Am 2. Streckenposten durften wir dann eine Mülltonne durch einen Pylonen-Parcours ziehen. War lustig. Vor der 2. Pylone verlor die Tonne dann eines ihrer Räder…, noch mal das ganze mit einer anderen Tonne. Hat supergut geklappt.

Der 3. Streckenposten schickte uns dann auf eine Art Trail-Parcours. Im tiefen Sandboden (armes Pony, hatte ganz schön zu asten) durften wir durch ein Flatterband und über eine Gummimatte (kaum sichtbar). Interessant war die 3. Sache: an einem Pfahl war ein langes Seil gebunden und mit dem Ende des Seiles mussten wir einen Halbkreis fahren und das Seilende wieder einhängen. War gewöhnungsbedürftig, klappte aber gut.

Dann ging es weiter zum Mittagspausenplatz. Rhamant war gut drauf, wir hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 7 Std.km. Pause war ca. 1 ½ Std., es gab eine leckere Erbsensuppe mit Einlage.

Für mich war die Pause doch ein wenig lang, hier wäre ich schon gerne wieder früher losgedackelt. Immerhin konnte man in Ruhe Gespanne gucken (ganz niedlich das Shettie-Gespann!). Lustig war auch, in welcher Reihenfolge die Kutschen eintrudelten, so mancher hat doch den Weg verfehlt, dabei waren die mitgelieferten Karten wirklich klasse.

Jana hatte hier dann auch ihren Durchhänger, nach 4 Stunden an der frischen Luft, mit Sonne und fleißig Ausschau halten ist das kein Wunder gewesen.

Nach der Pause ging es dann auf die letzte Tour, hier mussten wir nur noch 7 km fahren (vorher 20.4 km). Das fuhren wir dann ganz locker ab. Das einzige Manko war, dass Rhamant auf einmal wieder seinen Reizhusten bekam und häufig hustete. Aber er ließ sich dadurch nicht beeinflussen und lief, als bekäme er es bezahlt.

Wieder am Vereinsgelände angekommen (ja, wir haben es alle schnell gefunden), ließen wir unsere Pferde noch ein wenig im Paddock ausruhen, dann ging es zur großen Kutschenaufstellung und Preisverleihung.

Insgesamt haben 23 Kutschen mitgemacht, davon ungefähr die Hälfte Einspänner, die andere Hälfte Zweispänner. War ein schönes Bild mit den ganzen verschiedenen Kutschen und Pferden. Alle bekamen eine Schleife und eine Kleinigkeit fürs Pferd (na ja, die ersten 3 Plätze bekamen eine etwas größere Kleinigkeit), Simone machte mit ihrer Crew den 10. und ich mit meiner tollen Verstärkung den 11. Platz.

FAZIT: Wir wollen nächstes Mal wieder mitmachen!!!! Es hat uns allen großen Spaß gemacht.

Kerstin Wittig

(und ich, Simone, kann das nur unterschreiben :-)) )