|
24.09.2006 – Freizeitreiterturnier bei
Rohde Western Horses in Hamminkeln
(Fotos siehe unten)
Vormittags fanden auf dem Turnier bei Rohde Western Horses diverse Dressur-Prüfungen statt.
Für den Nachmittag war mehr so die Westernfraktion gefragt: Es gab ein Geschicklichkeitsspiel, Trail, Tonnenrennen, Reining…
Ich überredete meinen Mann, doch mal wieder mit zu einem Turnier zu kommen, damit ich nicht alleine fahren musste. Die Verhandlungen mit ihm liefen sehr zäh aber ich schaffte es mit den Argumenten:
- Da kannste Dir mit den anderen Jungs (Markus, Axel) ein Bierchen trinken und
- wir sind auch garantiert auch um 16 Uhr wieder zu Hause – denn: Der Trail, für den ich genannt hatte, war für 13.45 Uhr angesetzt.
Um viertel vor 12 fuhren wir also im 2-er-Convoi (Katja, Axel, Markus, Niklas und Pirat) gen Hamminkeln. Dort angekommen, trafen wir Ingrid, Pia, Melanie, Kerstin, Annegret und weitere IG’ler und wir merkten schnell: DAS wird wohl nichts mit dem „16 Uhr zu Hause sein“, denn, es wurde erstmal die Mittagspause eingeläutet, dann eine Zirkusvorführung, und um 14 Uhr startete erst einmal das Geschicklichkeitsspiel mit unzähligen… 25 oder mehr???? Startern. Ojeojeojeoje… was ich mir alles von meinem lieben Mann anhören musste…… *duck*.
Die Prüfung zog sich wie Gummi. Hinzu kam, dass nach dem ersten kühlen Alt keins mehr da war und die Jungs sich mit Pils, Cola oder Wasser die Zeit vertreiben mussten. Somit wurde Ihnen gänzlich vorerst die Lust auf Turnier mal wieder genommen. Na, was solls.
Irgendwann wurde dann endlich der Trail eingeläutet. Als sechste Starterin durfte ich rein, hatte mir schon einen genauen „Schlachtplan“ ausgedacht, wie ich diesen meistern wollte. Mein Pferd war schläfrig cool, ich ebenso, also hinein ins Vergnüngen!
Das Tor wollte ich rückwärts machen, erschien mir am einfachsten. War auch kein Problem, Herr Billy war brav, nur ich wurschtelte mit dem schweren Torgriff rum und ließ ihn auch einmal ganz kurz los, um meine Zügel zu sortieren. Es hätte insgesamt flüssiger sein müssen. Egal, weiter zur nächsten Aufgabe.
Gleich rückwärts durch das L. An sich keine schwierige Aufgabe, jedoch war das L sehr eng gelegt. Ich wurschtelte mich in Zeitlupe Schritt für Schritt rückwärts, ohne einmal anzudocken. Ich weiß nur nicht, wie der „Richter“, Jörg Rohde, das beurteilte. (Werde ich noch erfahren.).
Nach dem L musste man sich umdrehen, um gleich zwischen den beiden dort stehenden Hütchen Anzugaloppieren. Für uns kein Problem (außer optisch vielleicht ;-) ). Auch das Bremsen zwischen den nächsten Hütchen ging problemlos (außer optisch, denn „stoppen“ können wir noch nicht ganz).
Nun war wieder Schritt gefragt, über 4 Stangen. Kein Problem, glaube, nur einmal kurz ein andocken gehört zu haben.
Dann die Brücke, kein Problem.
Dann in der Ecke antraben und wieder über 4 Stangen traben. Kein Andocken zu hören und auf meinen Fotos sehe ich doch tatsächlich, dass Billy die Füße fast 30 cm ÜBER die Stangen gehoben hat!!!!!
Weitertraben bis zum nächsten Hindernis, wieder ein L, aber ein einfaches, worüber man seitwärts musste. Ich weiß nicht warum, aber nun wurde ich nervös. Das merkte man auch gleich am Pferd, der dann mal gleich etwas mit nervös wurde, er „sagte“ mir zwar noch, Mama, ich weiß schon, ich mach das schon… das war zwar nett gemeint von ihm, er wurde mir aber etwas zu schnell beim Seitwärts gehen und ich glaube, ihn hier leicht an den Stangen gehört zu haben.
Dann noch einmal kurz antraben zwischen 2 Hütchen und nach 3 Metern wieder bremsen zwischen 2 Hütchen. Fertig.
Ich war, bis auf meinen kleinen Aussetzer an den letzten Stangen, rundum zufrieden mit unserer Leistung. Billy bekam den Rest seiner angefangenen Leckerlitüte und marschierte mit mir zum Hänger, wo ich ihm endlich seinen Heusack und den Feierabend spendierte. Bei der Siegerehrung nahm ich alleine unsere Schleife für den 6. Platz entgegen.
Nun denn, um 18.30 Uhr – mit zweieinhalb Stunden Verspätung – waren wir wieder zu Hause.
Ich bin gerne wieder nächstes Jahr dabei, wenn es terminlich passt.
|