Trophy 06/06

2. Sonsbecker Hobby Trophy am 24.06.2006

auf der Reitanlage des RV Graf Haeseler in Sonsbeck

 

Weil ich in der Zeit vor der Hobby Trophy so unmotiviert in Sachen Turniere und Rallyes war, habe ich mich selbst mal wieder zum Berichtschreiben verdonnert. Hier isser also.

Ich könnte es natürlich kurz machen…

- Geniales Wetter

- Gute Organisation

- Gute Verpflegung zu vernünftigen Preisen

- Nettes Servicepersonal an den Stationen

- Tolle, abwechslungsreiche Aufgaben

… aber so einfach komme ich wohl nicht davon. Daher also hier die Langversion.

Im Vorfeld der SHT (Sonsbecker Hobby Trophy) gab es in „meinem“ Team 2 Ausfälle. Zuerst leider Katja wegen Krankheit, anschließend noch Iris wegen Krankheit von Surprise. Na toll. Für Katja sprang Ariane ein, bei Iris war es mir zu kurzfristig, noch einen 4. „Mann bzw. Frau“ zu suchen. Wir wollten also als 3-er-Team an den Start gehen.

Am Morgen des 24.06. schubste ich meinen hochgradig begeisterten Herrn Billy in den Hänger und holte Ariane mitsamt Rusty und Hänger an ihrem Stall ab. Unsere 3. Teampartnerin Kerstin stand schon mit Rhamant am Parkplatz, als wir dort aufschlugen.

An der Meldestelle holten wir gleich die sehr gut erklärte Aufgabenliste sowie unsere Punktekarten ab, pünktlich um 10.15 Uhr ging es dann los mit…

Station 1:

Auf Zeit mit dem Pony Slalom um Pylonen reiten, absteigen, über ein Cavaletti balancieren und zurück zum Start rennen. Selber, versteht sich, mit dem Pony daneben. Super. So sorgte gleich das erste Spiel schon für die erste Atemnot, und daß, wo ich doch immer noch schlimm mit meinem Grippchen zu kämpfen hatte… *ächtz*   Ariane und Kerstin meisterten die Aufgabe wahrscheinlich etwas schneller als ich…

Station 2:

Ringstechen. Die bestimmt mit viel Liebe gebastelten 6 Holz-Ringe wollten so schnell wie möglich von den Ringhaltern mit einem umfunktionierten Besenstiel abgefischt werden. Für den ersten Ring war ich leider zu blöd, die anderen klappten perfekt aus dem Trab. Galopp war mir dann doch zu riskant… (ich musste leider mit „Links“ reiten, das kann ich nicht wirklich… ).    Ariane legte das gleiche Ergebnis vor, 1. Ring verloren, den Rest gemütlich im Trab aufgespießt. Kerstin war ziemlich flott und gab richtig Gas. Wow!

Station 3:

Beim Präzisionsparcour waren wir dann in unserem Element – unsere Lieblings-Disziplin. Leider waren die Stangen am Windfang etwas zu eng. Michaela rief was von „Der hat 2 Stangen auf einmal genommen…“. Konnte ich auf dem Video hinterher nicht erkennen, aber egal. Das Seitwärts-Z klappte mit 2 x Stange-Berühren *pfui* und das Rückwärts-U-Reiten ging ohne Fehler. Vielleicht sollte ich doch mal wieder was Üben… ich merkte: Wir lassen nach. *grins*     Rusty und Ariane meisterten den Fächer in Zeitlupe, schafften auch das Rückwärts-U, aber an dem Stangen-Z fehlte wohl noch etwas die Übung. Kerstins Rhamant fing an, etwas hektisch zu werden, er hatte wohl keine Lust auf Präzisionsarbeit.

Station 4:

Beim Tonnenrennen versuchte ich mich im Galopp. Und das, wo ich doch immer jedem predige: Mach das lieber im Trab, dann kommst Du (ohne unschöne Bilder) flinker um die Tonnen und bist genauso schnell…. Nun denn, wir galoppierten und unsere Bögen um die Tonnen wurden auch richtig schöööön grooooooß… genau das Richtige für ein Rennen auf Zeit.

Ariane meisterte das Tonnenrennen artig im Trab und war mit Sicherheit deswegen schneller als ich. Ich kann mich nicht erinnern, was mit Kerstin war, ich war wohl woanders am quatschen, aber ich vermute, sie war ziemlich flott unterwegs.

Station 5:

Ha – darauf freute ich mich am meisten: Der „Naturtrail“. Von vielen Startern im Vorfeld in Sonsbeck geübt, machte ich bei der SHT nun auf „volles Risiko – nämlich NICHT geübt“.

Beim Kinderspielteppich unter dem echt niedrigen Flattertor aus Seilen guckte Herr Billy zwar, ging aber ohne zu mucken weiter durch. Die Wippe bemerkte er - glaub ich – gar nicht und die Brücke ging auch ohne zu zucken. Das Tor – mich gruselt es grundsätzlich vor jedem Tor – versuchte ich dann rückwärts mit Festhalten, obwohl Loslassen zwischendurch erlaubt war. Aber dann wären mir ja meine Kühe entwischt… ja ja, der Ehrgeiz. Kurz vor dem Schließen musste ich dann doch loslassen, aber mein Pferd stand genau daneben. Sind alle Kühe drin geblieben.  Und ich hatte die volle Punktzahl von 0.

Arianes Rusty schlief bei der Wippe und der Brücke glaube ich auch ein, bei dem Teppich half etwas Überredungskunst, dann ging er durch, das Tor schaffte sie auch, mit Loslassen. Kerstin war gleichzeitig mit Ariane dran, aber ich gebe zu, ich hatte nur Augen für Ariane…

Station 6:

Wasserloch. Meine wirklich größte Sorge. Würde Herr Billy hineingehen? Vorsorglich stopfte ich meine Taschen mit Leckerlis voll, ich war aber frohen Mutes, dass mich mein Pferd nicht im Stich lassen würde. So war es zum Glück auch, auch wenn er sich nicht soooooooo wohl darin fühlte und etwas guckig wurde durch die auf das Wasser schimmernde Sonne und als ich auch noch anfing, mit einem Besenstieb mit Sieb dran bunte Bällchen dort raus zu fischen. Dabei stellte ich mich echt blöd an, und auch Billy fragte mich nach der 2. oder 3. Runde, ob ich nen Knall hätte, wie oft ich denn da noch rein wolle…. Recht hatte er. Wir schafften im Schneckentempo glaub ich ganze 5 Bällchen, bei einem war ich auch noch zu blöd, den in den vorgesehenen Eimer zu kippen. Ja jaaaa… die Zeitspiele und wir – 2 Welten treffen aufeinander.

Ariane meisterte mit ihrem Rusty die Aufgabe ganz gelassen und Kerstin holte wahrscheinlich den Tagesrekord von 9 Bällen? Unglaublich, was die zwei Gas gaben…

Station 7:

Das war dann wieder was für uns. Zwar auf Zeit, aber hier wurden auch reiterliche Qualitäten in Form von „einhändig reiten“ und Präzision/Gehorsam/ Vertrauen gefragt. Zwischen 4 Tonnen lag ein Ball, den man in eine Hand nehmen musste und dann einhändig durch 4 Stationen (Hütchen-Paare) reiten und dann rückwärts durch die Tonnen den Ball wieder ablegen musste. Ich denk, auch aus meiner Erfahrung, das „einhändig reiten“ ist nicht so das Problem, aber das Rückwärts durch die Tonnen… ja ja…. Dort konnte man sehen, welches Pferd seinem Reiter vertraut. Nun, Herr Billy und ich waren sehr flott im Trab unterwegs und der ging nach einem Stop reibungslos in das „Rückwärts durch die Tonnen“ über. Hier würde mich mal interessieren, wie unsere Zeit im Vergleich zu den anderen war… - vielleicht lässt sich das ja noch herausfinden und wird mir mitgeteilt. Bin halt neugierig.  Ariane schaffte das Einhändig-Reiten problemlos, bekam aber Probleme beim Rückwärts-Einparken und musste auch ca. 2 Mal in die Zügel greifen. Bei Kerstins Rhamant war nach dem Einhändig-Reiten der Ofen aus… er war völlig hektisch und Rückwärts einparken ging erst nach Ewigkeiten… das bescherte Ihr wohl leider Berge von Minuspunkten.

Station 8:

Mal wieder auf Zeit: Rein/raus aus dem Keyhole, für Mutige (also NICHT wir) 2 ca. 70 cm-Sprünge (kurzer Weg), für Feiglinge (also wir) 2 Sprünge ca. 30 cm (langer Weg). Mein Gott, auf dem Video habe ich gesehen, wir haben den 2. Sprung auch noch gerissen, ist DAS PEINLICH!!!!!!!!!!!!!  Anschließend die Mühle einmal rumdrehen. Die Aufgabe mit der Mühle habe ich zwar geschafft, habe ich aber auch schon mal eleganter erledigt…  Rusty und Ariane ritten die gleiche (lange) Strecke und schafften es ohne Stangenabwurf, Kerstin ebenso.

Station 9:

Ein nettes, entspannendes Ründchen durch den Wald wurde gedreht und diverse an Bäumen hängende Buchstaben zusammengereimt. Das Lösungswort wurde dann hinterher in dem Fragebogen verlangt. Der Streckenposten, der hier eigentlich sein sollte, ist gemäß Veranstalter leider krankheitsbedingt ausgefallen. Gute Besserung!

Nach der Runde durch den Wald durften die Ponys schon mal im Hänger oder Paddock geparkt werden und es ging zu:

Station 10:

Der Fragebogen, deren Fragen sich um irgendeinen Kram drehten, der mich überhaupt nicht interessiert (Bilder zu Malern zuordnen, Hauptstadt von Kanada erraten… etc.) Ich denk nicht weiter darüber nach, was wir da für einen Müll verfasst haben und begebe mich gleich weiter zu:

Station 11:

Bungyrunning. Das ist ja mal wieder überhaupt nichts für mich Spaßbremse gewesen. Aber ich glaub alle anderen hatten deutlich ihren Spaß damit. Eine sozusagen aufgeblasene „Rennbahn“ (von der Art her wie eine Hüpfburg) für je 2 Menschen – ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Jedenfalls wurde man mit einem Gürtel und Gummiseil am Ende festgemacht und man musste so weit wie möglich rennen – bis man von dem Gummi zurück gezogen wurde. Je weiter, desto mehr Punkte… Hier wurden viele tolle Fotos gemacht.

Im Anschluß brachten wir alle unsere Pferde weg und die Siegerehrung begann etwas verspätet, bei der dann jeweils die Teams bewertet wurden und auch die Einzelstarter. Der Preistisch glich einem Futtermittelhandel – vor allem für Leckerlis.

Wer mich kennt: Nach so viel Lob über eine Veranstaltung muß ich natürlich auch noch etwas Kritik loslassen.

- Die Bewertung von Präzisions- oder Trail-Aufgaben sollte – finde ich - etwas detaillierter gemacht werden, nicht nur mit „geschafft“, „halb geschafft“ oder „nicht geschafft“. (So in der Art wurde es uns erklärt.) Besser wäre eine Note für Ausführung oder Fehlerpunkte für „Stangen-Verschieben“ oder ähnliches.

- Und jetzt das Schlimmste überhaupt: WO bitte war der Ketchup für die Bockwurst? Senf finde ich sowas von eklig…

So, wie ich mitbekam, war jeder Teilnehmer begeistert und möchte gerne nächstes Jahr wiederkommen. Ich auch wieder, wenn ich darf. Verspreche auch, wieder motivierter zu sein.

Einzelwertung: Platz 17

Teamwertung: Platz 10